Hautpilz beim Pferd im Herbst: Warum Feuchtigkeit Hautprobleme begünstigt & was du tun kannst
Der Herbst bringt für Pferde und Pferdebesitzer einige Herausforderungen mit sich: sinkende Temperaturen, Regen, matschige Koppeln und ein Fell, das immer länger und dichter wird.
Bleibt die Pferdehaut über längere Zeit feucht oder kann das Fell nur langsam trocknen, kann das Hautmilieu aus dem Gleichgewicht geraten.
Hautprobleme können dadurch begünstigt werden. Ein Thema, das in diesem Zusammenhang immer wieder auftritt, ist Hautpilz beim Pferd. Kahle Stellen, Schuppen oder Veränderungen im Fell können erste Hinweise sein.
Doch wie erkennt man Hautpilz beim Pferd? Warum spielt Feuchtigkeit eine Rolle und was kannst du tun, wenn du verdächtige Hautstellen entdeckst? Wir zeigen dir, worauf du besonders in der feuchten Jahreszeit achten solltest.
Was ist Hautpilz beim Pferd?
Bei Hautpilz beim Pferd, auch Dermatophytose genannt, handelt es sich um eine ansteckende Pilzerkrankung der Haut und Haare. Verschiedene Dermatophyten können dafür verantwortlich sein.
Die Pilze besiedeln vor allem keratinhaltige Strukturen wie Haut und Haare. Dadurch können sich typische Veränderungen im Fell entwickeln.
Wichtig ist dabei: Der Kontakt mit Pilzsporen führt nicht zwangsläufig dazu, dass jedes Pferd sichtbare Hautprobleme entwickelt. Der Zustand der Hautbarriere, das Immunsystem, die Haltungsbedingungen und weitere Faktoren können beeinflussen, ob sich eine Pilzinfektion ausbreiten kann.
Warum kann Hautpilz beim Pferd im Herbst zum Problem werden?
Hautpilz beim Pferd im Herbst ist nicht deshalb ein Thema, weil Pilze ausschließlich in dieser Jahreszeit vorkommen. Vielmehr verändern sich im Herbst die Bedingungen rund um Haut, Fell und Haltung.
Regen und hohe Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass Pferde häufiger nass werden. Gleichzeitig beginnt der Fellwechsel und das Winterfell wird dichter. Dadurch kann Feuchtigkeit länger im Fell bleiben und die Haut trocknet langsamer.
Hinzu kommen je nach Haltung mehr Zeit im Stall, feuchte Decken oder Ausrüstung sowie gemeinsam genutzte Putzutensilien.
All das kann Bedingungen schaffen, unter denen Hautprobleme leichter auftreten oder sich Erreger zwischen Pferden verbreiten können. Gerade jetzt lohnt es sich deshalb, die Pferdehaut im Herbst regelmäßig genau anzusehen.
Feuchtigkeit und Pferdehaut: Warum Nässe eine Rolle spielt
Eine gesunde Haut bildet eine wichtige natürliche Schutzbarriere gegenüber äußeren Einflüssen.
Wird die Pferdehaut über längere Zeit feucht, kann diese Schutzfunktion stärker beansprucht werden. Besonders problematisch sind Situationen, in denen das Fell wiederholt nass wird und nur schlecht vollständig trocknen kann.
Unter dichtem Fell oder einer Decke entsteht schnell ein feucht-warmes Mikroklima.
Deshalb gilt im Herbst: Nicht nur darauf achten, ob dein Pferd nass wird, sondern auch darauf, ob Haut und Fell anschließend ausreichend trocknen können. Auch dauerhaft feuchte oder verschmutzte Ausrüstung sollte vermieden werden.
Sattelunterlagen, Abschwitzdecken, Bürsten und anderes Equipment sollten regelmäßig gereinigt und vollständig getrocknet werden.
Hautpilz beim Pferd erkennen: typische Symptome
Wie sieht Hautpilz beim Pferd eigentlich aus? Das Erscheinungsbild kann unterschiedlich sein. Typisch sind jedoch Veränderungen an Fell und Haut, die häufig zunächst an einzelnen Stellen auffallen.
Mögliche Hautpilz-Symptome beim Pferd sind:
- runde oder unregelmäßige kahle Stellen
- abgebrochene oder ausfallende Haare
- schuppige Haut
- Krusten
- stumpfes oder verändertes Fell
- gereizte Haut
- mehrere Hautstellen, die sich nach und nach ausbreiten
Charakteristisch können insbesondere annähernd kreisrunde haarlose oder schuppige Stellen sein.
Allerdings gilt: Nicht jede kahle, schuppige oder verkrustete Stelle ist automatisch Hautpilz. Auch andere Hauterkrankungen und Hautprobleme beim Pferd können ähnlich aussehen.
Bei unklaren, starken, sich ausbreitenden oder wiederkehrenden Hautveränderungen sollte deshalb ein Tierarzt hinzugezogen werden. Dieser kann klären, was hinter den Veränderungen steckt und ob eine gezielte medizinische Behandlung notwendig ist.
Ist Hautpilz beim Pferd ansteckend?
Ja. Dermatophytosen können von Pferd zu Pferd übertragen werden. Die Übertragung kann durch direkten Kontakt erfolgen.
Aber auch Gegenstände können eine Rolle spielen, wenn Pilzsporen daran haften. Dazu gehören beispielsweise:
- Bürsten und Striegel
- Decken
- Halfter
- Krusten
- Sattelunterlagen
- gemeinsam verwendete Ausrüstung
- Putzzeug
Hat ein Pferd Hautpilz oder besteht ein entsprechender Verdacht, solltest du daher besonders auf Hygiene achten und Putzzeug sowie Ausrüstung möglichst nicht mit anderen Pferden teilen.
Auch die Umgebung und häufig verwendete Gegenstände sollten bei bestätigtem Hautpilz entsprechend der tierärztlichen Empfehlung gereinigt beziehungsweise desinfiziert werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Einige Dermatophyten können auch auf Menschen übertragen werden. Hygiene ist daher nicht nur für die anderen Pferde im Stall wichtig.
Hautpilz beim Pferd – was tun?
Du hast kahle, schuppige oder auffällige Hautstellen entdeckt? Dann solltest du zunächst genauer hinsehen und beobachten, ob weitere Stellen auftreten oder sich die vorhandenen Veränderungen vergrößern.
Bei Verdacht auf Hautpilz sollte insbesondere wegen der Ansteckungsgefahr eine tierärztliche Abklärung erfolgen. Neben einer gegebenenfalls notwendigen tierärztlichen Behandlung spielen auch Hygiene und die begleitende Hautpflege eine wichtige Rolle.
Putzzeug und andere gemeinsam genutzte Gegenstände sollten getrennt verwendet und entsprechend gereinigt werden. Gleichzeitig sollte die Haut möglichst sauber und trocken gehalten werden.
Für die begleitende Pflegeroutine setzen wir bei PegaNatur auf zwei Schritte: gründlich und schonend reinigen und die beanspruchte Haut anschließend gezielt pflegen.
Schritt 1: Problematische Pferdehaut gründlich reinigen – mit SHINY INTENSE

Bei Hautproblemen ist eine gründliche Reinigung von Fell und Haut ein wichtiger Bestandteil der Pflegeroutine.
PegaNatur SHINY INTENSE wurde speziell für Pferde mit problematischer Haut entwickelt. Das Shampoo ermöglicht eine gründliche und gleichzeitig schonende Reinigung von Fell und Haut und eignet sich unter anderem zur begleitenden Pflege bei Hautproblemen wie Hautpilz, Sommerekzem oder Mauke.
Schmutz und Krusten können bei der Reinigung vorsichtig entfernt werden, während gleichzeitig die natürliche Hautbarriere berücksichtigt wird. Gerade bei beanspruchter Pferdehaut ist das wichtig: Aggressives Schrubben oder unnötig starke Reizung kann die ohnehin empfindliche Haut zusätzlich belasten.
Nach der Reinigung sollte die Haut sorgfältig trocknen können.
Schritt 2: Beanspruchte Haut gezielt pflegen – mit CALENDULA

Nach der Reinigung folgt die gezielte Pflege der betroffenen Hautstellen. PegaNatur CALENDULA Wundsalbe kombiniert Ringelblume und Propolis und eignet sich für beanspruchte, gereizte und pflegebedürftige Hautstellen. Sie kann unter anderem bei Hautirritationen, Scheuerstellen und zur begleitenden Pflege problematischer Haut eingesetzt werden.
Ringelblume ist seit Langem für ihre hautpflegenden Eigenschaften bekannt. Propolis ergänzt die Rezeptur und macht CALENDULA zu einem praktischen Begleiter für die Stallapotheke.
Gerade wenn die Haut durch Schuppen, Krusten oder Fellverlust stark beansprucht ist, kann eine abgestimmte Pflege die natürliche Regeneration der Haut unterstützen.
Hautpilz oder doch etwas anderes?
Kahle Stellen und Krusten bedeuten nicht automatisch, dass dein Pferd Hautpilz hat. Auch andere Probleme können Veränderungen an Haut und Fell verursachen. Deshalb solltest du insbesondere bei starkem Juckreiz, nässenden oder entzündeten Stellen, einer schnellen Ausbreitung, wiederkehrenden Problemen oder einem beeinträchtigten Allgemeinzustand nicht selbst herumprobieren.
Eine tierärztliche Untersuchung kann helfen, die Ursache eindeutig festzustellen und Hautpilz von anderen Hauterkrankungen abzugrenzen.
Fazit: Pferdehaut im feuchten Herbst besonders im Blick behalten
Regen, hohe Luftfeuchtigkeit, dichter werdendes Fell und langsam trocknende Pferdehaut machen den Herbst zu einer Jahreszeit, in der Hautprobleme beim Pferd besondere Aufmerksamkeit verdienen. Zeigen sich kahle, schuppige oder verkrustete Stellen, solltest du frühzeitig reagieren und die Ursache bei Verdacht auf Hautpilz abklären lassen.
Da Hautpilz beim Pferd ansteckend sein kann, spielen zudem Hygiene und getrennt verwendete Pflegeutensilien eine wichtige Rolle.
Für die begleitende Pflegeroutine hat sich die Kombination aus gründlicher Reinigung und anschließender Hautpflege bewährt: PegaNatur SHINY INTENSE reinigt problematische Pferdehaut gründlich und schonend, während PegaNatur CALENDULA beanspruchte Hautstellen gezielt pflegt. Beide Produkte findest du gemeinsam im PegaNatur Hautpflege-Plus Paket – und sparst dabei 7,50 € gegenüber dem Einzelkauf. Denn gerade im feuchten Herbst gilt: Hinschauen, Haut trocken halten und Veränderungen frühzeitig ernst nehmen.