Frau reitet mit Pferd über die Felder im Sommer - PegaNatur

7 Tipps, wie du dein Pferd bestmöglich vor Hitze schützt

Die einen sagen, dass Pferde empfindlicher auf Hitze reagieren und schneller überhitzen als Menschen, die anderen sagen, dass Pferde allgemein keine Probleme mit sommerlichen Temperaturen haben. Unsere Tierärztin Kathrin klärt auf.

Generell gilt: Pferde können sich sehr gut an unterschiedliche Temperaturen anpassen. Zwischen -7 und +25 Grad Celsius fühlen sie sich am wohlsten. Hitze macht Pferden entschieden mehr zu schaffen als eisige Kälte. So können zu hohe Temperaturen Hitzestress verursachen.

Was passiert, wenn deinem Pferd zu heiß ist?

Bei zu hohen Wärmegraden können Pferde wie wir Menschen einen Sonnenstich bekommen, einen Hitzschlag erleiden oder haben bei schwülem Wetter mit Kreislaufproblemen zu kämpfen.

Vor allem Pferderassen aus dem Norden, wie beispielsweise Islandpferde oder Fjordpferde, sind derartige Wetterbedingungen nicht gewohnt und kommen weniger mit hohen Temperaturen zurecht.

Durch die starke Sonneneinstrahlung können Pferde auch einen Sonnenbrand oder eine Sonnenallergie bekommen. Besonders hellhäutige Pferde oder die wenig behaarten Körperstellen wie Nüstern und um die Augenpartie sind gegenüber der Sonne sehr empfindlich.

So erkennst du, ob dein Pferd überhitzt

Anzeichen für eine Überhitzung sind schlecht durchblutete Schleimhäute, Dehydrierung, ein erhöhter Puls und Kurzatmigkeit. Sobald du eines dieser Symptome wahrnimmst, handelst du am Besten gleich.

Mit den folgenden 7 Tipps hilfst du, dein Pferd vor Überhitzung zu schützen:

Pferde auf der Koppel PegaNatur

1. Verlege die Weidezeiten auf frühmorgens, abends, nachts

Stelle dein Pferd bevorzugt zu den kühleren Abend- und Morgenstunden auf die Weide. Tagsüber ist der schattige und luftigere Stall meist die bessere Alternative. Bei über 30 Grad Celsius solltest du dein Pferd auch am Nachmittag nicht auf der Weide lassen.

Achte darauf, dass ausreichend Schattenplätze auf Weiden und Ausläufen gegeben sind. Alle Pferde müssen im Sommer stets die Möglichkeit haben, Schatten aufzusuchen – auch die Rangniedrigen.

Eventuell kann ein Ventilator im Stall deinem Pferd die nötige Kühlung verschaffen. Achte darauf, dass es nicht in der direkten Zugluft steht. Verwende den Ventilator am Besten nur, wenn notwendig und lasse diesen nicht 24 h durchgehend laufen. Dabei sollte das Kabel unbedingt unerreichbar sein.

2. Stell ausreichend Wasser zur Verfügung - bei Hitze braucht dein Pferd bis zu 80 Liter Wasser pro Tag

Achte darauf, dass dein Pferde immer Zugang zu frischem, kühlen Wasser hat. Das Wasser muss jedoch nicht eiskalt sein - Pferde trinken am liebsten 15-20 Grad kühles Wasser. Wichtig ist, dass du das Wasser regelmäßig erneuerst.

Flüssigkeit ist sehr wichtig, da Pferde ihre Körpertemperatur über das Schwitzen regulieren. Somit verlieren die Pferde bei hohen Temperaturen viel Flüssigkeit, die wieder ausgeglichen werden muss. Bei Hitze kann dein Pferd bis zu 80 Liter pro Tag benötigen.

3. Biete Salzlecksteine an

Dein Pferd verliert beim Schwitzen auch sehr viele Mineralien. Achte darauf, dass auf der Koppel und/ oder in der Box auch ein Salzleckstein vorhanden ist, damit dein Pferd seinen erhöhten Mineralbedarf nach Wunsch stillen kann.

Frau duscht Pferd nach dem Training ab und verhindert Überhitzung

4. Reite zu kühleren Tageszeiten und dusche dein Pferd ab und zu ab

Verlege deine Reitzeiten auf die etwas kühleren Morgen- und Abendstunden. Alternativ kannst du auch im schattigen Wald oder an einem See ausreiten.
Erfrische dein Pferd nach dem Reiten oder einfach mal zwischendurch mit einer Dusche. Das ist im Sommer eine willkommene Abkühlung und reinigt das Fell vom entstandenen Schweiß.

Verwende am Besten nicht zu kaltes, eher handwarmes Wasser und beginne mit den Beinen. Arbeite dich dann langsam nach oben vor. Ziehe nach dem Duschen dein Pferd mit dem Schweißmesser ab und führe es im Anschluss trocken, bevor du dein Pferd wieder in den Stall stellst.

5. Verwende eine Fliegendecke und Sonnencreme gegen Sonnenbrand

Auch Pferde können einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie zu lange in der prallen Sonne stehen.

Eine leichte Fliegendecke ist nicht nur ein effektiver Schutz gegen Insekten, sondern schützt auch vor Sonnenbrand. Die Nüstern und haarlosen Stellen des Körpers kannst du mit Sonnencreme einreiben.

6. Schere Pferde mit sehr dichtem Fell

Wenn du ein Pferd mit dickem Fell oder Cushing besitzt, empfehlen wir dir, dieses zu scheren. Das schafft deinem Pferd Erleichterung. Es schwitzt nicht so stark und bekommt weniger schnell Kreislaufprobleme.

Magdalena verwendet die essigsaure Tonerde Peganatur COOL nach dem Ausritt

7. Kühle die Beine nach dem Training oder längeren Ausritten

Spritze die Pferdebeine an heißen Tagen nach dem Training und einem längeren Ausritt mit Wasser ab. Einige Pferdebeitzerinnen verwenden danach essigsaure Tonerden wie PegaNatur COOL, um die Beine ihrer Pferde langanhaltend zu kühlen. So unterstützt du den Regenerationsprozess und dein Pferd fühlt sich gleich wohler.


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